Sirsha

Lady Ireen Humdinger of River Country
07.03.2000 - 11.07.2007
, braun-weiß

Sirsha

(Sir Breadly Humdinger of River Country - Lady Cinderella Black von Anhalt)



 

Mein Herz!

Über Sirsha zu schreiben fällt mir ganz besonders schwer, einerseits könnte ich sooo viel erzählen, andererseits ist es furchtbar schwer das alles in Worte zu fassen.

Wie Sirsha zu uns kam ist ja schon auf der Beardie-Seite zu lesen, geplant war sie nicht, doch plötzlich war sie da und kein Weg führte für uns an ihr vorbei - zum Glück!

Sirsha hatte alles Andere als eine tolle Kindheit, ihr Züchter hatte zum Zeitpunkt ihrer Geburt 3 Würfe mit insgesamt 32 Welpen (2x10,1x12), auch das war so nicht geplant, eigentlich wollte er einen Wurf und hatte zur Sicherheit noch eine zweite Hündin gedeckt, da die Erste beim letzten mal leer geblieben war. Tja, der dritte Wurf war ein Unfall. So was passiert! Allerdings war das für die Welpen nicht gerade das Optimale, denn mit 32 Welpen ist jeder Züchter überfordert!

Nun ja, Sirsha wurde vermittelt und hatte es in den ersten 2 Jahren wohl auch nicht schlecht getroffen. Dann musste allerdings ihr Frauchen umziehen und Sirsha konnte nicht mit, so wurde sie also verschenkt. Dort hatte sie es wohl nicht so gut getroffen, ihr neues Frauchen war wohl dem Alkohol zugeneigt und ihr neues Herrchen recht "aufbrausend". Die magerte Ab und ihr schönes Fell verfilzte. Ein Bekannter der Familie konnte sich wohl das Elend nicht mehr mit anschauen und überedete die Familie ihm Sirsha samt Ahnentafel zu überlassen. Behalten wollte er sie wohl aber auch nicht, so kam es, dass Sirsha am nächsten Tag geschoren an Frau Back überreicht wurde. Frau Back hatte eine Beardiehündin von Susanne Martin aus der Zuchtstätte "of Caledonian Tannach" und konnte leider auch keine zweiten Hund behalten. Wieder ein paar Tage später brachte nun Fr. Back Sirsha mit auf einen Spaziergang bei Susanne Martin um dort eine Pflegestelle für sie zu suchen und dort lernten wir sie kennen.

Am Samstag Nachmittag war klar, Sirsha kommt mit uns, allerdings nicht in Pflege, sondern für immer. Da wir zu diesem Zeitpunkt nicht auf einen Hund eingestellt waren bekamen wir von den Anwesenden eine Grundausstattung geliehen oder geschenkt, Sirsha hatte ja außer Leine und Halsband nichts dabei. Näpfe, Flexileine und Futter wechselten den Besitzer.

Die einzige Bedingung die wir an die Aufnahme von Sirsha gestellt hatten war, dass sie sich mit unseren Katern vertragen musste. Wir hätten uns keine Sorgen machen müssen! In dem Moment als wir die Haustüre öffneten passierten zwei Dinge gleichzeitig. Die Katzen kamen uns entgegen, sahen den Hund und blieben stehen, Sirsha ging durch die Tür, sah die Katzen, ging auf sie zu beschnupperte sie und das war alles! Von diesem Augenblick an war alles geregelt zwischen den Dreien und vor allem zu Colin entwickelte sich eine besondere Zuneigung.

Obwohl Sirsha zu diesem Zeitpunkt läufig war, konnte sie sofort und überall ohne Leine laufen, sie hat uns nie aus dem Blick gelassen oder wäre auf die Idee gekommen ihre eigenen Wege zu gehen.

Sirsha war zu Allen und Jedem freundlich, aber nie aufdringlich. Immer darauf bedacht ja alles richtig zu machen. Wir konnten sie überall mit hinnehmen sie hat sich vorbildlich verhalten. Sie war einfach ein Schatz in jeder Lebenslage.

Im Laufe der Jahre war Sirsha erst mit meinem Mann im Büro und später bei mir. Auch da benahm sie sich vorbildlich, wanderte mal zu den Kollegen um sich streicheln zu lassen oder eine kleine Runde mit dem Bällchen zu spielen oder sich ein Leckerchen abzuholen. Den Rest der Zeit verbrachte sie unter meinem Schreibtisch oder im Flur wo sie alles im Blick hatte. Bürobesucher wurden kurz gemeldet und dann freundlichst begrüßt.

Auf Spaziergängen hielt sie sich in unserer Nähe und mit anderen Hunden hatte sie nie ein Problem. Sogar mit dem ausgewiesen bissigen Schäferhund "Rambo" rannte sie spielend über die Wiese.

Als dann noch Barry am 19.09.2003 bei uns einzog war unsere Familie komplett und glücklich.

Sirsha und Barry waren ein tolles Gespann und haben sich hervorragend verstanden. Am 28.03.2006 erlitt Sirsha einen Rückenmarksinfarkt und konnte ihre Hinterhand nicht mehr bewegen. Der Tierarzt gab uns zwei Möglichkeiten, entweder sofortige Euthanasie oder Behandlung mit Cortison, Vitamin B und Physiotherapie. Sollte sich allerdings in 6 Wochen nicht ein deutlicher Fortschritt einstellen ...
Wir haben uns (natürlich) für die zweite Möglichkeit entschieden und sofort mit der Therapie angefangen. Es war nicht leicht, Sirsha musste überall hin getragen werden und brauchte Unterstützung bei ihren Geschäftlichen Angelegenheiten, doch es stellte sich schnell eine, wenn auch leichte, Besserung ein und wir blickten voller Hoffnung in die Zukunft. Sirsha ließ alles wie gewohnt freundlich über sich ergehen und war nicht ein mal mürrisch oder ungeduldig.

Als Barry am 05.07.2006 plötzlich von uns ging zerbrach diese Hoffnung auf grausame Weise.

Es war klar, dass wieder ein Rüde bei uns einziehen sollte, diesmal aber ein Welpe. Wie würde Sirsha reagieren? Mit Welpen hatte sie so gar nichts am Hut. Wenn möglich ging sie ihnen aus dem Weg und wenn sie ihr zu aufdringlich wurden fingen sie sich schon mal eine kleine Abreibung ein. Wie würde das mit ihrer Gehbehinderung klappen?

Als es soweit war und wir bei Heike Becher von den Jolly Joker´s im Garten saßen um uns einen Welpen auszusuchen hat sich ein kleiner Brauner Rüde in den Kopf gesetzt, dass er jetzt mit Sirsha gehen wollte und hat gebaggert was das Zeug hielt. Sirsha hat ihn zwar ein paar mal angepfiffen, aber der Kleine ließ nicht locker und so fügte sie sich mal wieder in ihr Schicksal. Jolly Joker´s Happy Go Lucky Star - Frasier zog bei uns ein.

Sirsha akzeptierte den kleinen Mann und machte ihm auch klar wer das Sagen im Hause Janz hat. Dank der Physiotherapie und ihrem persönlichen Spieltherapeuten Frasier besserte sich ihre Lähmung mit der Zeit soweit, dass man kaum noch etwas sehen konnte.

Drei Wochen nach unserem Urlaub 2007 ging es Sirsha plötzlich nicht gut, der Tierarzt hatte den Verdacht einer Blasenentzündung und wir behandelten darauf. Sirsha hatte Fieber, war schwach auf den Beinen und wollte nicht fressen. Ich hatte immer gesagt, dass wenn dieser Hund mal nicht mehr fressen will er sterbens Krank sein muss, hätte ich doch geahnt, wie recht ich damit hatte.

Unter Antibiose ging es Sirsha mal besser und mal schlechter, an einem Sonntag Abend ging es ihr ganz schlecht und ich habe mich zu ihr gesetzt und gesagt, dass sie doch noch ein bisschen bei mir bleiben soll. Es schien zu wirken, am Montag ging es ihr anscheinend etwas besser und sie ist sogar auf der Wiese mit den Anderen noch ein Stück um die Wette gerannt. Dienstags ging es dann schon wieder etwas bergab, aber ich hatte die Hoffnung, dass doch nun endlich das Antibiotika anschlagen müsste. Donnerstags hätten wir wieder einen Termin beim Tierarzt gehabt, dazu sollt es leider nicht mehr kommen.

Als ich am Mittwoch mit Sirsha im Kofferraum auf dem Weg zur Arbeit war nahm mir an einer Kreuzung ein anderes Auto die Vorfahrt und ich musste stark bremsen. Ein paar Sekunden später hörte ich Sirsha dreimal kurz aufjaulen und als ich schon in Panik bei nächster Gelegenheit angehalten habe (200m später) fand ich sie nur noch tot im Kofferraum liegend vor.

Eine Welt brach für mich zusammen und ich bin mit ihr so schnell wie möglich zum Tierarzt gefahren der auch nur noch ihren Tod feststellen konnte. Das konnte doch nicht sein! Sie hatte doch "nur" eine Blasenentzündung! Ich wollte wissen, das passiert war, so forderte ich eine Autopsie. Es stellte sich heraus, dass die angebliche Blasenentzündung ein Malignes Histiozytom (Lymphdrüsenkrebs) war und unser Mädchen, auch bei frühzeitiger Diagnosestellung, keine Chance mehr gehabt hätte. Durch das Bremsen muss sich ein Thrombose gelöst haben, so dass Sirsha einer Embolie erlegen ist.

Sirsha hat alles versucht um bei uns zu bleiben, doch schlussendlich konnten weder unsere Liebe noch ihr starker Wille sie halten und sie ist gegangen wie sie gekommen ist, von einem Augenblick zum Anderen.

Sirsha wird uns immer in Erinnerung bleiben, ihre ewig lachenden Augen, ihr immer wedelnder Schwanz, ihre Tapferkeit, ihr starker Wille und ihre Sanftmut und Freundlichkeit.

Sirsha wir vermissen Dich so sehr und wir hoffen, dass Du jetzt wieder ohne Beschwerden mit Barry und inzwischen leider auch Wilma, um die Wette rennen und Stöckchen tragen kannst!

Sirsha, mein Herz, wir sehen uns wieder - später!

 

 

   Sirsha 1 Jahr nach ihrem Einzug bei uns    Ein Blick aus diesen Augen konnte jeden bezaubern
   Sirsha liebte den Strand und das Meer hier auf Romo    Mit Barry beim Toben
  Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!   Sirsha und die kleine Grizel beim kuscheln überrascht
   Sirsha mit ihrer besten Freundin Wilma beim Stöckchenkrieg   Leider hat uns Wilma auch viel zu früh im Juli 2011 verlassen
  Jetzt können sie wieder zusammen spielen    Wilma und Sirsha, einfach Freundschaft
  Unsere Sternchen Sirsha und Barry   auf Rügen am Strand
  Ein Seestern?   Schütteln - fertig!
  Mit Barry auf Drachenjagd   Wie schaust Du denn aus?
  Sirsha bei ihrem letzten Urlaub auf Romo in Dänemark   Mit Frasier beim Bällchen spielen
  Eins der letzten Fotos vom Juli 2007   Einfach Sirsha
  Unser Sonnenschein   und Balljunkie
She is gone
You can shed tears that she is gone or you can smile because
she lived

You can close your eyes and pray that she'll come back or you
can open your eyes and see all she's left

Your heart can be empty because you cannot see her or you
can be full of the love you shared

You can turn your back on tomorrow and live yesterday or you
can be happy for tomorrow because of yesterday

You can remember her and only that she's gone or you can
cherish her memory and let it live on

You can cry and lose your mind, be empty and turn your back
or you can do what she'd want:

smile, open your eyes, love and go on
Author Unknown